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16.03.2012 - News
Der Sumpf der Vergesslichen
Kaum ein Thema bewegt Schwerin zurzeit so wie das Staatstheater. Grund genug, auch auf unserer Homepage ein Forum zu schaffen. Auftakt bildet ein Interview mit unserem Stadtvertreter, dem langjhrigen Leiter des Schleswig-Holstein-Hauses und Kulturbesessenen Rudolf Conrades.

Rodolf, wann warst du das letzte Mal im Theater? Und was gab es?

In der letzten Woche, zu Kontrakte des Kaufmanns von Elfriede Jelinek und zwar im Thalia in Hamburg. Es war groartig. Freitag bin ich dann wieder in Schwerin zu einem Benefizkonzert.

Was wrde sich ndern, wenn der Schweriner Intendant Ulrich Khuon oder Jrgen Flimm heien wrde?

Der intellektuelle und knstlerische Horizont wrde aufgehen. Unser Haus wrde endlich berregional strker wahrgenommen.

Stell dir vor, du wrest einen Tag Intendant in Schwerin. Was wrdest du spielen lassen?

Regina, von Albert Lortzing, also eine romantisch-politische Freiheitsoper.

Hat Lortzing nicht deswegen seinen Job als Kapellmeister verloren?

(lacht ) Knnte mir doch egal sein. Ich soll es doch nur einen Tag verantworten. Und an unserem Theater sind Konsequenzen ja offenbar etwas aus der Mode.
Aber Spa beiseite.
Es gibt viele deutsche Theater mit einem ganz eigenen Profil. Das kann ich bei uns nicht erkennen. Warum nicht zum Beispiel die romantische Tradition, die in Schwerin zu Hause war im Verbund mit unserem romantisch-historistischen Schloss?
Ansonsten wrde ich wahrscheinlich den ganzen Tag telefonieren, um neue Partner zu gewinnen. Leute, die mit Witz und Esprit etwas auf die Bhne bringen. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern fallen mir dazu ein. Dabei geht es auch darum, eine Spannweite aufzumachen. Mit einem entsprechenden Profil und neuen Kooperationen knnte man die ganze Stadt einbinden. Sei es ber thematische Lesungen in Buchhandlungen, korrespondierende Kammermusikabende und/oder geistliche Chormusik z. B. vom Revolutionr Lortzing im Dom. So knnte man auch Besucher neugierig machen und lnger in Schwerin halten.

Ein Intendant aus dem Ruhrgebiet hat jngst formuliert, eine Stadt ohne Theater sei ein Sumpf der Vergessenen. Was wre Schwerin ohne dieses Theater?

Ach was, die Frage stellt sich doch gar nicht. Wir brauchen unser Theater so dringend, wie das staatliche Museum oder das Schloss. Und da reden wir jeweils ber gewachsene Kultur. Das gehrt zu unserem Gemeinwesen. Das ist in Schwerin tief verwurzelt. Und das ist auch gut so.
Passen wrde viel besser: Sumpf der Vergesslichen. Wir tun so, als htten wir eine neue Situation. Seit Jahren reden wir ber neue Sparzwnge, neue Konzepte, neue Visionen. Und nichts passiert. Auer, dass das Damoklesschwert immer schwerer wird.

Welche Rolle spielt deiner Meinung nach der Aufsichtsrat?

Gute Frage. Er guckt zumindest beflissen zu. Theater hat in Schwerin den grten Glamourfaktor. Das scheint manchen zu betuben.

Und die Politik?

Tja, als viele der heutigen Entscheidungstrger noch die Kita besuchten, war der Chef des Hauses schon derselbe wie heute. Da kann dann schon mal die Trennschrfe verloren gehen. Einige haben wohl Probleme, zwischen der unentbehrlichen und ehrwrdigen Institution und ihrem momentanen Verwalter zu unterscheiden. Und dann wird Kritik an handelnden Personen schnell als Majesttsbeleidigung und Theaterfeindschaft falsch verstanden.

Warum befrwortest du eine geordnete Insolvenz?

Weil sie einen neuen Anfang auf langfristig tragfhiger Basis ermglichen kann. Weil wir sonst, wie es aussieht, immer mehr Extra-Millionen ins Theater reinbuttern, bis der groe Crash hereinbricht, und das wre die erzwungene, die ungeplante Insolvenz. Planinsolvenz ist etwas ganz anderes. Eben keine Schlieung, sondern eine Neuaufstellung, und die kann sogar in Eigenregie des Theaters erfolgen. Es geht darum, das Theater lebensfhig zu machen. Weiter die Lage gesund zu beten und die Stadt besinnungslos zu berschulden, ist unertrglich. Dann lieber einen Punkt setzen einen Wendepunkt.

Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Tod auf Raten?

Naja, Tod auf Raten Solange, immer wenn es kneift, mal eben siebenstellige Hilfen beschlossen werden, kann man von Sparen doch wohl kaum reden. Interessant, dass die Kommunalaufsicht da zusieht. Also noch mal: Zum Leben in Schwerin gehrt das Theater untrennbar dazu. Aber die immer hheren Geldansprche des Theaters drfen die Finanzkraft der Stadt nicht ersticken. Darum mssen wir einfach den Anspruch haben, mit weniger Geld trotzdem gut zu sein. Dazu brauchen wir endlich ein Konzept, wie das Theater knftig aussehen soll, wie es seine Potenziale heben, wie es sein Profil schrfen kann.

Der Vertrag des Intendanten ist gerade um vier Jahre verlngert worden. Wie sieht das Theater in Schwerin 2016 aus?

Es wird radikale Reformen hinter sich haben. Entweder, weil es vllig reingerissen wurde oder weil die Einsicht in eine radikale Neuausrichtung gewonnen hat. Noch haben wir das Heft des Handelns in der Hand. 2016 nicht mehr.

Interview: Andreas Ruhl


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NDR-Beitrag vom
13. Mai 2006

NDR Info berichtete anllich der Wahl von Kurt Beck zum SPD Vorsitzenden am 13.Mai 2006 ber unseren Ortsverein

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